Die Geschichte

Das Kesselwerk® steht auf einem Areal, das seit über einem Jahrhundert viele Leben gelebt hat. Industrie, Geschichte und Wandel.

Hier ist seine Geschichte.

Der Campus Fichtenhain gehört zu den ungewöhnlichsten Adressen im Krefelder Süden. Auf 74.500 Quadratmetern, eingerahmt von hohen Bäumen und einer zentralen Grünfläche, gruppieren sich markante Backsteingebäude. Heute ist der Campus Fichtenhain ein lebendiger Ort, an dem kreative Dienstleister, Agenturen, Handwerk und Gastronomie nebeneinander funktionieren. Die denkmalgeschützten Gebäude sind saniert und belebt und tragen zu einem Stadtbild bei, das Geschichte wertschätzt und als Qualität ansieht. Das Kesselwerk® ist der jüngste Teil dieser Entwicklung.

1997 erwarb die Stadt Krefeld das gesamte Areal mit dem Ziel, es in einen modernen Gewerbepark zu überführen und wurde damit weit über Krefeld hinaus, als Modellprojekt für nachhaltige Gewerbegebietsentwicklung anerkannt. 

Entstanden um 1905 als Fürsorgeerziehungsanstalt, hat das Areal in den folgenden Jahrzehnten viele Gesichter gehabt. In den 1930er Jahren wechselte die Nutzung des Areals mehrfach. Eine Zeit, die zur Geschichte des Campus gehört und die heute offen dokumentiert ist. Denn Geschichte verdient es, erinnert zu werden, um nicht in Vergessenheit zu geraten, auch wenn sie unbequem ist. 

1954, mitten im deutschen Wirtschaftswunder und dem damit verbundenen Aufschwung der Industrie, wurde ein Heizkraftwerk errichtet, das den gesamten Campus mit Wärme und Energie versorgte. Das Kraftwerk war ein Zweckbau im Bauhausstil. Es war zwar sachlich in seiner Funktion, aber mit einer besonderen architektonischen Qualität, die es aus dem Gewöhnlichen heraushob. 

Anfang der 70er Jahre wurde es vollständig stillgelegt. Ab Anfang der 2000er Jahre begann die Stadt Krefeld damit, die schwere Technik im Inneren rückzubauen. Der Aufwand war enorm und die Arbeiten sehr komplex. Teile der technischen Anlagen, insbesondere im Kellergeschoss, blieben also zurück und das Gebäude stand viele Jahre leer. Bis zu dem Tag, an dem einer der drei Freunde das Gebäude entdeckte und direkt mehr sah als andere. Durch seine Expertise in Sachen „Altlastensanierung“ haben ihn die anstehenden Arbeiten nicht abgeschreckt. Nachdem die Stadt Krefeld ihm das Gebäude verkauft hatte und die genehmigungsrechtlichen Belange geklärt, begann der umfangreiche Umbau zur Versammlungsstätte.